Herzlich willkommen auf der im Aufbau befindlichen Chronik-Seite des Schützenvereins St. Bernhard Lowick.


An dieser Stelle möchten wir Euch einen Einblick in die Geschichte, die Werte und das lebendige Vereinsleben unseres Schützenvereins geben. Besonders die Chronik unseres Vereins liegt uns am Herzen: Sie erzählt von den Anfängen, den Entwicklungen über viele Jahre hinweg und den Menschen, die den Verein geprägt und getragen haben.
Tradition, Gemeinschaft und Zusammenhalt sind seit jeher die Grundpfeiler unseres Vereins. Diese möchten wir bewahren und zugleich offen für die Zukunft weiterentwickeln. Die vorliegende Chronik soll nicht nur ein Rückblick sein, sondern auch ein Zeichen der Wertschätzung gegenüber allen Mitgliedern, die sich über Generationen hinweg engagiert haben.
Da sich unsere Webseite aktuell noch im Aufbau befindet, bitten wir um euer Verständnis, dass noch nicht alle Inhalte vollständig verfügbar sind. Schritt für Schritt werden wir diese Seite erweitern und mit Leben füllen.
Wir freuen uns über euer Interesse und laden herzlich ein, unseren Verein und seine Geschichte näher kennenzulernen.
Mit freundlichen Grüßen
Schützenverein St. Bernhard Lowick
Inhalt
- Bezeichnungen des Schützenvereins
- Gründung
- Fahnen
- Ehrenmal
- Gründung des Spielmannszugs
- Vorstände
- Quellennachweis
Bezeichnungen des Schützenvereins – im Wandel der Zeit
1821 – 1925 Schützenverein Feldmark – Lowick
1925 – 1933 Schützenverein Lowick
1933 – 1958 Schützenverein Lowick links der Aa
1958 – 1968 Schützenverein Lowick links der Aa e. V.
1968 – Schützenverein Lowick St. Bernhard 1821 e. V.
Gründung
Aus der Gründungszeit von 1821 liegen keine Urkunden oder sonstiges Quellenmaterial vor. Es gab mündliche Überlieferungen und weitere Rückschlüsse aufgrund der geschichtlichen Entwicklung der Ortsteile Lowick und Feldmark.
Nach dem Napoleon Feldzug verbot die französische Regierung des Königreichs Westphalen jegliches Vereinsleben der Schützenvereinigungen. Die französische Staatsgewalt betrachtete Schützengesellschaften misstrauisch als potenzielle Partisanenheere. 1806 mussten Schützen ihre militärisch wenig wirksamen Waffen abgeben, da die Franzosen keine „militärischen“ Strukturen neben ihren eigenen Truppen dulden wollten. Weitere Besitztümer, Vereinsschmuck, Schützenfahnen, Standarte und dergleichen wurden beschlagnahmt. Er nach den Befreiungskriegen von 1813 – 1815 wurde in Westfalen im Jahre 1815 das Vereinsleben wieder erlaubt. Die Befreiungskriege hatten Spuren bei den Waldbauern vor den Stadtmauern von Bocholt hinterlassen. Sie mussten sich der umherziehenden Räuberbanden erwehren. In dieser Zeit bildeten man Hilfsgemeinschaften. Die Gemeinschaften waren in Bezirke aufgeteilt, sodass in der Not immer schnelle Hilfe zu erwarten war. Höfe im Grenzbereich konnten sicher sein, dass die Nachbarn der angrenzenden Bezirke ebenfalls helfende Unterstützung anboten. So kam es das die Waldbauern vom südlichen AA-Ufer mit den Waldbauern der Feldmark eine Hilfsgemeinschaft bildeten. Nach Jahren erfolgreicher Tätigkeit der Hilfsgemeinschaft wurde dann der Schützenverein Feldmark-Lowick gegründet. Aus der Not heraus und nach dem Moto „Heimat schützen – Frieden bewahren“ erfuhr die Hilfsgemeinschaft mit der Gründung des Schützenvereins eine weitere Festigung des nachbarschaftlichen Zusammenlebens. Im Zuge der Gründung wurde das erste Stiftungsfest auf einer Bauerndiele 1821 gefeiert. Jede männliche Person der Gemeinde über 18 Jahre war automatisch Mitglied, der Beitrag wurde jeweils beim Schützenfest entrichtet.
Durch die zunehmende Bebauung im Bocholter Westen und der damit einhergehenden steigenden Einwohnerzahl, wuchs auch der Verein bis 1925 auf über 500 Mitglieder an. Nach dem Schützenfest wurde daraufhin die Aufteilung in zwei eigenständige Vereine beschlossen. So entstanden 1926 die Schützenvereine Feldmark-West und der Schützenverein Lowick. Im Jahr 1933 wurde zusätzlich der Name des Schützenvereins mit dem Zusatz „links der Aa“ erweitert, um die geografische Lage gegenüber des zweiten Lowicker Schützenvereins nördlich der Aa, dem Schützenverein Lowick rechts der Aa, zu verdeutlichen.

Am 29.06.1940 fand die letzte außerordentliche Mitgliederversammlung statt. Anschließend wurde kriegsbedingt das Vereinsleben in Ruhe gestellt.
Das erste Schützenfest nach dem Ende des Kriegs wurde 1947 veranstaltet. Durch das von den Alliierten erteilte Waffenverbot wurde der Schützenkönig per Los bestimmt. Auch im folgenden Jahr behalf man sich mit dem Armbrustschuß auf eine Runkelrübe. Die Wiederaufnahme der Vereinstätigkeit in der britischen Besatzungszone unterlag einer strengen Prüfung und Genehmigungspflicht durch die britische Militärregierung (Control Commission for Germany/British Element – CCG/BE) Dies war Teil der Politik der Alliierten, das öffentliche Leben neu zu ordnen und nationalsozialistische Strukturen vollständig zu entfernen Insbesondere Schützenvereine durften ihre Tätigkeit erst nach schriftlicher Genehmigung durch die Militärregierung wieder aufnehmen. Diese Kontrolle dauerte in verschiedenen Formen bis zur Gründung der Bundesrepublik Deutschland 1949 an, lockerte sich jedoch im Laufe der Zeit.
Dem Schützenverein Lowick links der Aa wurde diese offizielle Genehmigung durch Capability Manager Dobbs am 05. Mai 1949 erteilt.

Im Jahr 1968 wurde der Vereinsname um den Namenspatron der neuen Ortspfarrei „St. Bernhard” ergänzt.
Fahnen
Die erste grün-gelbe Vereinsfahne stammt aus dem Jahr 1871. Auf der Vorderseite war auf grünem Fahnentuch das Westfalenross, das Wappen der preußischen Provinz Westfalen, sowie das Wappenabzeichen der Schützenvereine mit Schießscheibe, gekreuzten Gewehren und Eichenlaub abgebildet. Ebenfalls war der Name „Schützenverein Feldmark-Lowick“, das Gründungsjahr 1821 und das Jahr 1871 als Weihungsjahr abgebildet. Die Rückseite war aus schlichtem gelben Fahnentuch, ohne weitere Abbildungen. Diese Fahne war nach dem ersten Weltkrieg lange Zeit vermisst. Durch Zufall wurde diese Anfang 1919 verpackt und gut versteckt unter Dachsparren beim Bauern Klein-Hardt entdeckt. Bernhard von Hagens Tochter Johanna verschönte daraufhin die Rückseite der Fahne, die bisher ohne weitere Schriftzeichen war, mit Stickereien. Außerdem stickte sie den zur damaligen Zeit viel gebrauchten Begriff „Gott helfe“ auf die Rückseite. Diese erste Fahne wurde mit der Aufteilung 1925 dem Schützenverein Feldmark-West überlassen, ging aber im Zuge der fast vollständigen Zerstörung der Stadt Bocholt am 22.03.1945 leider verloren.
Feierlich wurde 1930 die erste vereinseigene Fahne eingeweiht.


Nach dem Bau der Lowicker Kirche 1960 – 1962, wurde die Kirchengemeinde St. Bernhard in Bocholt-Lowick 1964 als Pfarrei errichtet. Im Jahr 1968 wurde auf der Hauptversammlung am 28. April beschlossen, das der Schützenverein fortan in seinem Namen die Ergänzung „St. Bernhard“ erhält.
Anlässlich des Volkstrauertages 1978, als erstmals gemeinsam mit dem Schützenverein rechts der Aa am Ehrenmal der Gefallenen der beiden Weltkriege gedacht wurde, erhielt unsere Vereinsfahne auf der Vorderseite den Zusatz „St. Bernhard”.

Am 25. Mai 1990 wurde feierlich die „neue“ Fahne auf dem Sportplatz des DJK Lowick eingeweiht. Angelehnt an die Darstellung der alten Fahne wurde die Vorderseite gestaltet. Auf der Rückseite ist neben dem Vereinsnamen, dem Gründungs- und Einweihungsjahr auch der Namenspatron St. Bernhard abgebildet.


Ehrenmal

Das Ehrenmal in Bocholt-Lowick ist ein zentraler Gedenkort für die Gefallenen, Vermissten und Verstorbenen der beiden Weltkriege. Es wurde am Volkstrauertag, dem 16. November 1924, eingesegnet. Die Feier wurde vom Volksschullehrer Hans Hüsener sen. organisiert. Zunächst wurde dort der Lowicker Gefallenen und Vermissten des Ersten Weltkriegs namentlich gedacht. Im Jahr 1955 wurde die Auflistung dann um die Namen der Gefallenen und Vermissten des Zweiten Weltkriegs ergänzt und zu Christi Himmelfahrt am 19. Mai 1955 durch Kaplan Meiners eingesegnet.
Gründung des Spielmannszugs
Zu den ersten Schützenfesten nach dem Krieg begleitete der Spielmannszug aus Biemenhorst unsere Schützenzüge. Im Jahr 1950 stellte der damalige 1. Vorsitzende Bernhard Iding jedoch fest: „Wat de Biemenhorster Trommler hier spöllt, könne wey nächste Johr ok selwer”. Daraufhin sprach Bernhard Iding mit Heinrich Benning, der damals im Mussumer Spielmannszug aktiv war. Er erklärte sich bereit, die neu formierte Spielgemeinschaft musikalisch zu unterstützen.
Die ersten Instrumente wurden günstig im Musikgeschäft Sonntag in Anholt erstanden. Karl Vüllings übernahm zunächst die Leitung des Spielmannszugs. Nach kurzer Zeit konnte Karl Vüllings diese Führungsarbeit aber aus persönlichen Gründen nicht mehr leisten. So war es wiederum Heinrich Benning, der auf dem Nachbarschaftsfest „Up de Breede” Johann Rijks überzeugte, beim Spielmannszug mitzuwirken. Unter der Leitung vom „Langen Jan” und mit der erweiterten Unterstützung von Hermann Giesberts, Franz-Josef Giesberts, Fritz und Josef Holtwick sowie Richard Schlütter wurde sonntags in der Lowicker Volksschule geprobt. Bei schönem Wetter wurde die Probe auch auf den Schulhof verlegt.
Der erste öffentliche Auftritt fand zum Schützenfest 1951 statt.



Auf der Mitgliederversammlung im Jahr 1952 wurde beschlossen, den Spielmannszug weiter zu fördern und der Vorsitzende Bernhard Iding veranlasste daraufhin, dass der Spielmannszug eine eigene Uniform erhielt. Die weißen Mützen wurden bei Vallee in Anholt gekauft. Die Uniformjacken und weißen Hosen wurden vom Schneidermeister Bernhard Pols zum Selbstkostenpreis angefertigt.
Das erste Stiftungsfest im April 1952 wurde schließlich mit der neuen Uniform auf der festlich geschmückten Diele von Gerhard Volmering gefeiert.

Auch diese erste Uniform veränderte sich im Laufe der Jahre. Eine sehr „praktische” Anpassung war der Wechsel von weißen zu schwarzen Hosen. Somit musste die Hose nicht mehr jeden Abend nach dem Auftritt gewaschen werden, damit der Spielmann am folgenden Tag wieder sein strahlend-weißes Bestes geben konnte.

Im September 1979 wurde dann der Jugendspielmannszug gegründet. Die Übungsstunden fanden im Pfarrheim St. Bernhard statt.

Ab dem Jahr 1980 wurden die weißen Kappen abgeschafft und die Spielleute erhielten neue, die an die Farben der Uniformjacken angepasst waren.

Vorstände
Quellennachweise
Texte und Fotos von
– Hans Joachim Küpper
– Martin Beiwinkel
– Olaf Borkus
